Montag, 6. August 2007

Feels Like Going Home

Meine erste Woche in Athen war vor allem durch die laehmenden Temperaturen von ueber 40 Grad Celsius ueberschattet.
Abhilfe schaffte da nur das griechische Nationalgetraenk:


Frappe auf Michalis Balkon: Schnell ein Foto machen, bevor wieder alles verdampft ist...

Gleich in den ersten Tagen machte ich frontal Bekanntschaft mit der griechischen Gastfreundschaft. Obwohl ich nur einige Woerter und Phrasen der Landessprache beherrsche und Die Eltern meiner Gastfamilie kaum Englisch sprechen funktioniert die Kommunikation dank der Koerpersprache erstaunlich gut. Mittags deckte die Mutter den tisch mit reichlich frischem Fisch, den Freunde von der Kueste geschickt hatten. Ich wurde angewiesen mich zu setzen und mein Teller wurde mit einem Berg der besten Stuecke vollgeladen. Leicht verunsichert machte ich mich mit der Gabel, die mir zur verfuegung stand ans Werk. Meine etwas ungeschickt anmutenden versuche der Fisch nur mit der Gabel zu verspeisen wurden auch kurz darauf mit der Innbeschlagnahme jeglicher Esswerkzeuge durch die Mutter beendet. Jetzt wird auf griechische Art gegessen! Mit den Haenden.
So war es auck kein Kuststueck den reich gefuellten Teller mit dem vorzueglichen Fisch zu vertilgen. Ob es geschmeckt habe? Klar! Und schon war mein Teller wieder voll. Mit letzter Kraft zog ich erneut in die Schlacht gegen den nicht enden wollenden Nahrungsberg. Als ich, nachdem ich durch mehrmaliges schwenken der weissen Flagge den Nachschub des Gegners unterbrochen hatte und nur noch Graeten als stumme Zeugen des Gefechts auf dem Teller lagen ging es in die zweite Runde. Ob ich Feta mag? Im Prinzip schon, aber... Bevor ich den Satz beendete hatte der Vater schon den traditionellen Kaese vor mir aufgehaeuft. Ich weiss garnicht mehr genau wie aber durch irgendeinen Gluecklichen Zufall schaffe ich es schliesslich doch noch - wieder erwarten - die Mahlzeit zu beenden. Nach dem Essen gab es dann noch eine Tanzeinlage zu griechischer Musik im Wohnzimmer und den ueblichen, lautstarken Austausch von Beleidigungen zwischen den Familienmitgliedern. Ich schaffte es gerade noch, erschoepft ins Bett zu Fallen. Nachtisch? Spaeter...

Ein paar tage spaeter, am vermutlich heissesten Tag der Woche hat ein Freund mich zu Synch Festival mitgenommen, das geschickter Weise schon am fruehen Abend began und im Epizentrum der Hitze stattfand:

Braten und dabei vorzuegliche Kurzfilme, Installationen, elektronische Musik und instrumentalen Drum and Bass geniessen. Letzteres habe ich nach nach meinen ersten Erfahrungen in Prag zu einer meiner bevorzugeten Musikrichtungen erklaehrt und so wurden in der schwitzenden Menge doch noch einige Erinnerungen an unsere montaeglichen Ausfluege ins Roxy wach.


"innovative music"


"moving images and new media"

Im weiteren Verlauf der Woche Haben wir uns neben dem Nachtleben Athens noch ein paar Museen und oeffenliche Kunstgallerien zu Gemuete gefuehrt:





Der Frappe der neben mir steht naehrt sich langsam dem Ende, genauso wieder dieser Eintrag und mein Urlaub hier bei meinen alten und neuen Freunden in Griechenland, der sich mehr - wie im Titel angedeutet - wie eine Rueckkehr in die alten Heimat als wie eine touristische Erkundungstur eines beliebten Urlaubslandes anfuehlt. Gluecklicherweise vergeht die Zeit hier sehr langsam und so habe ich noch einiges vor mir.

Weitere Berichte und Fotos von meinen Ausfluegen Nach Lefkada und Aigina -letzte Woche- sowie den Ereignissen der naechsten Woche folgen.