Mittwoch, 21. Februar 2007

Der Jazzkeller und die Touristentour

Ich bin immernoch überwältigt von den den Erlebnissen und Eindrücken, die auf mich einströmen.
In den letzten Tagen durfte ich die goldene Stadt und zahl- und bis jetzt leider teilweise auch namenlose- Menschen von allen 5 Kontinenten kennenlernen. Diese Welt ist das genaue Gegenteil von Furtwangen. Sie ist rastlos und so reich an allem. Die Architektur ist atemberaubend, das Nachtleben vielfältig und die Menschen sind zahllos. Einzig die wärme und offenheit mit der sich die Menschen so ungehindert begegnen kenne ich aus meinen früheren Tagen in Furtwangen. Dies mag kitschig klingen aber es ist das was wir in unserem Taumel der Euphorie empfinden. Die Stimmung ist zu vergleichen mit dem kollektiven Rausch, der die deutschen wärend der Weltmeisterschaft erfasst hat.

Gerade liege ich auf dem Bett in unserem Zimmer, wärend Alois am Schreibtisch ebenfalls seinen Laptop benutzt und nutze die kurze Ruhepause, die ich jetzt habe, um meine Gedanken in schriftlicher Form etwas zu ordnen.

Nachdem wir gestern noch einige Formalitäten an der Fakultät erledigt haben sind wir abends in diesen fast schon klischehaften Jazzkeller gegangen. Ich glaube auf der Homepage gibt es leider keine Bilder des eingentlichen Kellers. Er ist winzig. Es passen nur ca. 30 Leute und eine hochkarätige Band in den Raum. Die Atmosphäre ist unbeschtreiblich und hat etwas von dieser ganz besonderen, mit ehrfurcht verwandten, Stimmung die man -auch als nicht sehr religiöser Mensch- in Kirchen spüren kann.

An dieser Stelle noch kurz ein Nachtrag zu der Dinnerparty am Montag, deren Schwerpunkt auf jeden Fall auf der zweiten Worthälfte lag. Es gab eine lustige Band, die jedoch nicht vergleichbar mit den zwei genialen anderen Bands war, die ich hier in Prag hören durfte.

Heute, nachdem wir uns endgültig für die Kurse eingeschrieben haben haben wir die im grosse Touristen-Tour gemacht, bei der ich endlich auch, nach Herzenslust Fotos machen konnte, ohne mich dafür zu schämen. Die Erfahrung, mit zweihundert ERASMUS-Studenten durch die Prager Altstadt zu ziehen und an jeder Station neue Menschen kennen zu lernen war ebenso überwältigend wie die Schönheit der ehrwürdigen Bauten.

Die besten Bilder werde ich posten, sobald ich das nächste mal Zeit habe. Das wird vieleicht erst nächste Woche sein, weil wir in den Nächsten zwei Tagen in Wien sind und am Wochenende ebenfalls eine Tour mit übernachtung machen werden.

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